Verträglichkeitsgutachten


Ein großflächiges Ansiedlungsvorhaben im Einzelhandel oder eine größere Erweiterung an einem bestehenden Versorgungsstandort erfordert oftmals ein Verträglichkeitsgutachten. Dabei muss ermittelt und bewertet werden, inwieweit die Realisierung des Vorhabens wesentliche raumordnerische und städtebauliche Auswirkungen im Sinne des §11 Abs. 3 der BauNVO (in Verbindung mit den jeweiligen Landesbestimmungen und Erlassen) hervorrufen wird.

Im Einzelnen sind u.a. folgende Aspekte zu klären:

  • Auswirkungen des Vorhabens auf die städtebauliche Ordnung und auf die Funktionsfähigkeit  des innerstädtischen Geschäftszentrums

  • Bewertung möglicher Konflikte mit Zielen  der Städtebauförderung

  • Auswirkung des Vorhabens auf die zentralörtliche Versorgungsfunktion der Kommune
    sowie Auswirkungen auf die Nahversorgungsstruktur im Einzugsgebiet des Vorhabens

  • Empfehlung städtebaulich und raumordnerisch verträglicher Branchen und Verkaufsflächengrößen

Die Erarbeitung eines Verträglichkeitsgutachtens umfasst die vier Leistungsschritte

  • Bestandsanalyse,

  • Potenzialanalyse,

  • Auswirkungsanalyse,

  • Bewertung und gutachterliche Beurteilung.

Besondere Relevanz für eine fachlich einwandfreie Bewertung besitzt dabei die Qualität der Erhebung der primärstatistischen Grunddaten zu den Aspekten 

  • Standortmuster des Einzelhandels in der betroffenen Kommune,

  • sortimentsspezifisches Nachfragevolumen und 

  • Einkaufsverhalten und Einkaufsorientierung der Bevölkerung.